Hintergrund

CoRSU ist ein rehabilitatives Krankenhaus, welches sich vor allem der rekonstruktiven und orthopädischen Chirugie für Kinder widmet. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen, die vermeidbar und therapierbar sind, nach erfolgreicher Behandlung in die Gemeinschaft zu reintegrieren. Dazu hat CoRSU einen umfassendes Rehabilitationsprogramm aufgebaut.

Unser Mitglied, Dr Judith Stenkamp, eine Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe ist 2014 aus Berlin nach Kampala in Uganda umgezogen. Die guten Voraussetzungen bei CoRSU veranlassten sie, an diesem Krankenhaus ein Fistelbehandlungsprogramm aufzubauen. Ein solcher Ansatz passt gut in das Konzept des gemeinnützigen Krankenhauses, so dass diese Idee auf fruchtbaren Boden gefallen ist.

Der Bedarf an Fistulaoperationskapazitäten in Uganda ist nach wie vor hoch. Das Gesundheitsministerium in Uganda schätzt, dass jedes Jahr pro 1900 neue Fisteln entstehen und das es ca. 140,000-200,000 unbehandelte Frauen gibt. Der Ansatz ein neues Fistelbehandlungsprogramm aufzubauen wird daher auch vom ugandischen Gesundheitsministerium für gut befunden.

 

Aufbau des neuen Fistelbehandlungsprogramm

Das Programm soll zunächst Behandlungswochen anbieten. Während dieser Wochen wird ein Operationsteam bestehend aus Dr. Stenkamp und weiteren renommierten Fistelchirurgen jeweils zwanzig Patientinnen operieren. Die Frauen müssen ca. zwei Wochen stationär nach betreut werden – dazu stellt CoRSU ein Hostel zur Verfügung.

Um die Patientinnen aus ihrer oft sozialen Isolation zu mobilisieren, arbeitet das Fistelbehandlungsprogramm mit dem schon bestehenden Mobilisierungsteam von CoRSU zusammen. Zusammen werden  Informationskampagnen in verschiedenen Landesteilen durchführen, um auf die Behandlungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen und den Frauen die Anreise zu den Operationswochen zu ermöglichen. Zunächst soll die Arbeit in dem Distrikt des Krankenhauses, Wakiso, beginnen und den medizinisch unterversorgten Sese Inseln im Viktoria See.

Die Behandung einer Patientin kostet ca. 500 EUR inklusive der Anreise und des Krankenhausaufenthalts. In Abhängigket von den verfügbaren Resourcen soll die Anzahl der durchgeführten Behandlungswochen nach und nach gesteigert werden, bis ein ganzjähriger Betrieb erreicht ist.

Weitere finanzielle Unterstützung erfährt das Projekt auf verschiedene Weise (Finanzierung, Bereitstellung von Verbrauchsmaterialien und Operationsmaterial), von den amerikanischen NRO’s Fistula Foundation und Direct Relief  sowie dem ugandischen Gesundheitsministerium mit UN Population Fund (MoH/UNFPA). CoRSU steuert  Personal, die Krankenhauskapazitäten und Patientenmobilisierung durch ihr Netzwerk bei.

Unser Beitrag:

Funds for Fistula unterstützt die Arbeit unseres Vereinsmitglieds, Dr. Judith Stenkamp, bei dem Aufbau des Fistelbehandlungsprogramms bei CoRSU zunächst im Rahmen unserer Möglichkeiten mit kleinen finanziellen Beiträgen und Sachspenden. Unser Ziel ist es, genügend Ressourcen zu mobilisieren um einen dauerhaften Betrieb der Fistulaabteilung über das ganze Jahr zu ermöglichen.

 

Unsere Projektpartner in Uganda:

Comprehensive Rehabilitation Services in Uganda (CoRSU): CoRSU ist ein rehabilitatives Krankenhaus, welches sich vor allem der rekonstruktiven und orthopädischen Chirugie für Kinder widmet. Ihr Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen, die vermeidbar und therapierbar sind, nach erfolgreicher Behandlung in die Gemeinschaft zu reintegrieren.

 

Weitere Kooperationspartner für das Fistula Programm bei CoRSU:

Fistula Foundation, ist eine große amerikanische NGO, die auf der ganzen Welt die Behandlung von Fisteln unterstützt. Von Fistula Foundation hat CoRSU erste finanzielle Unterstützung erhalten um die ersten Behandlungswochen zu finanzieren.

Direct Relief, ist ebenfalls eine amerikanische NGO, welche medizinische Materialen zur Verfügung stellt. Für CoRSU wurden Verbrauchsmaterialien für die ersten Behandlungswochen bereitgestellt.

Ministry of Health Uganda / UN Population Fund (MoH/UNFPA)  –  Fistula Programme: das Gesundheitsministerium ist sehr daran interessiert die Behandlungskapazitäten in Uganda zu erhöhen. Es hat chirurgisches Geräte (Fistula Operation Kits) bereitgestellt.